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Berufen damals und heute

Fresko im Kapitelsaal von OsekGedanken zum Fresko im Kapitelsaal der Abtei Osek

ein Beitrag von Bruno Robeck OCist.

Die aktualisierte Vergangenheit

Im Kapitelsaal der altehrwürdigen tchechischen Abtei Osek in Nordböhmen begegnet man einem ungewöhnlichen Projekt: Vergangenheit und Gegenwart fallen zusammen: zumindest die Vergangenheit des 13. Jahrhunderts, in dem die Abtei erbaut worden ist, und die Gegenwart des 18. Jahrhunderts, als Abt Kajetan Andreas Brezina den Kapitelsaal ausmalen ließ.

Die Idee, den frühgotischen Kapitelsaal im Barockstil mit Szenen aus der Anfangsgeschichte des Zisterzienserordens zu schmücken, zeugt nicht nur vom Geschichtsbewusstsein jener Epoche, sondern auch vom Wunsch des Oseker Abtes, die Vergangenheit in die Gegenwart zu holen und wichtige geschichtliche Ereignisse für seine Zeit fruchtbar zu machen.

Der zeitgemäß gekleidete Bernhard

Eines der vier Fresken im Kapitelsaal verdient in diesem Zusammenhang besondere Beachtung. Es zeigt den Ordenseintritt des heiligen Bernhard auf eigentümliche Weise. Bernhard ist in der Tracht eines Landedelmannes des 18. Jahrhunderts dargestellt. Die Aktualisierung der Bekleidung weist darauf hin, dass jede Zeit ihre Berufungen braucht. Gleichzeitig stellt sie die Frage: In welcher Kleidung könnten wir den heiligen Bernhard heute darstellen? Vielleicht als Sohn eines einflussreichen Politikers – auch wenn es dafür keine eindeutige Kleiderordnung gibt. Die Schwierigkeit, diese simple Frage zu beant­worten, liegt vor allem darin, dass der Sprung vom Ritter des 12. Jahrhunderts zum Landedelmann des 18.Jahrhunderts viel geringer ist als der Sprung vom 18. Jahrhundert zum 21. Jahrhundert, in der adlige Abstammung keine politische Bedeutung hat.

Zeit- und Entwicklungssprung

Das 12. Jahrhundert liegt trotz 600-jähriger Entwicklungszeit viel näher am 18. Jahrhundert als das 18.Jahrhundert am 21.Jahrhundert, obwohl diese beiden nur 300 Jahre trennen. Und ein Ende des gegenwärtigen rasanten Entwicklungsschubes ist nicht absehbar. Daher können wir die Berufungsgeschichte des heiligen Bernhard aus dem Jahr 1113 nicht in das Jahr 2013 hineinaktualisieren. Sie bleibt Vergangenheit. Das heißt jedoch nicht, dass der heilige Bernhard für uns keine Bedeutung mehr hat. Es heißt jedoch sehr wohl, dass es keinen gesellschaftlichen Typus und keine persönliche Mentalität gibt, die wir über 900 Jahre ins Heute hinüberretten können.

Berufung heute

Heute kommen Menschen unterschiedlichster Prägung und Couleur in unsere Klöster. Sie brauchen Zeitgenossen des 21. Jahrhunderts. Wenn wir uns auf den heiligen Bernhard beschränken oder auf die Aktualisierung unseres Ordenserbes aus einer anderen Zeitepoche, bleiben wir in der Vergangenheit stecken. Wir sind Menschen des 21. Jahrhunderts. Diese Menschen zeichnet vor allem ihre Suche aus. Sie suchen nach vielem in rasanter Geschwindigkeit. Auch wir als Mönche bzw. Nonnen sind Suchende. Doch wir haben einen Vorteil, denn wir wissen, wonach wir suchen und wir glauben, dass wir finden: Gott. Mehr brauchen wir nicht. Mehr hat doch auch der heilige Bernhard gewollt und haben die Zisterzienser aller Generationen nicht gewollt, als Gott zu suchen und zu finden.

Hineingenommen in die Suchbewegung

Das Fresko vom Eintritt des heiligen Bernhard nimmt uns mit in diese große Suchbewegung. Es nahm auch den Betrachter des 18.Jahrhunderts mit in diese Suchbewegung, indem es ihm seine eigene Gegenwart widerspiegelte und die alte Berufungsgeschichte neu erzählte. Der heutige Betrachter findet sich vor der Geschichte aus dem 12. Jahrhundert und deren Aktualisierung aus dem 18. Jahrhundert wieder. Wie der heilige Bernhard damals das Ordenskleid durch Abt Stefan Harding überreicht bekam, wird uns das Erbe unseres Ordens überreicht und anvertraut. Das entlastet. Wir brauchen das Rad des monastischen Lebens nicht neu erfinden. Wir können auf den bewährten Traditionen von Gebetsrhythmus und Gemeinschaftsleben aufbauen. Aber wir müssen dieses Rad in Schwung halten mithilfe der Kräfte und Einsichten, die wir heute haben. Wir müssen Mönche bzw. Nonnen im 21. Jahrhundert sein. Dies ist unser Auftrag.

 

Dieser Beitrag erschien im Heft 3/2013, das Sie hier bestellen können.