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Die Verehrung der Märtyrer Johannes und Paulus in Altenberg

Zur Wiederentdeckung mittelalterlicher Reliquien

Ein Artikel von Petra Janke

 

Im Oktober 2011 wurden verloren geglaubte Reliquien aus der Zisterze Altenberg in der Sakristei der Pfarrkirche St. Pankratius in Odenthal wiedergefunden: die Häupter des römischen Märtyrer­paares Johannes und Paulus in passend gefertigten Hüllen aus der Barockzeit.

Außerdem lagern im Pfarrarchiv Urkunden über den Erwerb der Reliquien im 14. Jahrhundert. Mit den Überresten des Kölner Erzbischofs Engelbert (+ 1225), die in der Chorscheitelkapelle des Al­ten­­berger Domes be­wahrt werden, bilden sie das einzige Relikt des reichen mittelalterlichen Reliquienschatzes der Ab­tei, der Stück für Stück in der Neuzeit abhanden gekommen war - durch Plünderungen, Verkauf und zuletzt vor allem durch die Säkularisation und Auflösung des Klosters 1803. Dabei ist die Geschichte der beiden Schädelreliquien besonders gut und nahezu lückenlos dokumentiert. Von keinen anderen Alten­berger Heiltümern können wir über die Jahrhunderte so viel in Erfahrung bringen.
Johannes und Paulus sind bedeutende Heilige aus frühchristlicher Zeit; sie sollen im 4. Jahrhundert unter Kaiser Julian Apostata (361-363), der trotz des Konstantinischen Toleranzedikts eine christenfeindliche Politik betrieb, hingerichtet worden sein. Die Legende erzählt, dass die Brüder Palastbeamte bei Konstantia, einer Tochter Konstantins des Großen, waren. Weil sie dem Kaiser den Dienst verweigerten, ließ er sie in ihrem eigenen Haus enthaupten und verscharren. Im 5. Jahrhundert hat man über diesem Haus, das selbst zur Gedenkstätte für die Märtyrer wurde, eine Basilika errichtet. Diese Kirche S. Giovanni e Paolo, auf dem Coelius in Rom gelegen, ist im 12. Jahrhundert um eine Vorhalle und den Campanile erweitert worden; die heutige Innenaus­stattung stammt aus dem 19. Jahrhundert.
Die kultische Bedeutung von Johannes und Paulus nahm seit dem 6. Jahrhundert immer mehr zu. Seither gehören ihre Namen zum Canon Missae, d.h. sie werden beim Hochgebet im "Communicantes" genannt, und sie wurden schon früh in die Allerheiligen­litanei aufgenommen, auch im Pontifikale und im Rituale aus der Zisterze Altenberg überliefert. Die liturgische Kommemoration von Johannes und Paulus im Rahmen des monastischen Stundengebets begegnet bereits im Kalendar des ältesten zisterziensischen Breviers aus dem 12. Jahrhundert. Das Jahres­fest des Märtyrerpaares (26.6.) wurde seit 1218 in allen Klöstern des Ordens begangen; als Zwölflektionenfest mit speziellem Offizium - zwölf biblischen Lesungen bei der Vigil - ist es im Altenberger Liber Ordinarius aus dem 16. Jahrhundert belegt. Wohl aufgrund der Kongruenz ihres Jahresfestes mit der Sommersonnenwende sollten Johannes und Paulus besonders zu "Wetterheiligen" werden, die man um Schutz gegen Blitz und Hagel anflehte oder, vor allem auf dem Land, durch Bittprozession um günstige Witterung bat. Reliquien der beiden Märtyrer gelangten seit dem Hochmittelalter über Italien (Rom, Venedig, Veroli) hinaus nach Frankreich (Avignon, Tours) und England, im deutschsprachigen Raum z.B. nach Wien und Fulda.
Für Altenberg hatte Abt Hermann von Horchheim (1339-1346) die heiligen Häupter im Jahr 1344 von einem "guten, gottesfürchtigen" Reisenden oder Händler erworben, der mit diesen und anderen Heiltümern von Rom nach Köln gelangt war. Dies besagen die zwei Urkunden im Odenthaler Pfarrarchiv, die von seiner Hand stammen und schon 1702 bei einer Echtheitsprüfung der Reliquien entdeckt worden waren - d.h. der Inhalt war vor ihrer Wieder­auffindung bekannt und publiziert. Abt Johannes Lohe (1686-1707), der besagte Prüfung seinerzeit vornahm, zitiert den Text in seinem Bericht: "Praedictum vero caput s. Pauli [bzw. S. Ioannis] ego Hermannus de Horrichern abbas in Veteri Monte sub a. dominicae incarnationis millesimo trecentesimo quadragesimo quarto procuravi et impetravi divina favente gratia apud quendem bonum et devotum virum, qui ipsum praefatum caput s. Pauli [bzw. s. Ioannis] cum multis aliis solemnibus et gloriosis reliquiis de urbe Roma veniens Coloniam apportavit, prout in litteris suis sigillatis, quas ipse vidi et perlegi et plures alii mecum viderunt et legerunt, patuit evidenter. In cuius rei testimonium et maioris credentiae argumentum sigillum meum duxi praesentibus apponendum." Abt Horchheim legt also, um späteren Zweifeln vorzu­beugen, großen Wert darauf, die Authentizität der ihm durch Gottes Gnade vermittelten Heiltümer zu garantieren, und betont, er selbst und viele andere mit ihm hätten versiegelte Schriftstücke des Mannes aus Rom gesehen und sorgfältig gelesen, aus denen die Echtheit der Reliquien klar hervorgegangen sei. Zur Bestätigung dieser Ausführungen und zwecks größerer Glaubwürdigkeit habe er die Urkunden jeweils mit seinem Siegel – bis heute erhalten - versehen.
Wie die Schädelreliquien von Johannes und Paulus zunächst aufbewahrt wurden, wissen wir leider nicht. Die Altenberger Abtschronik berichtet dann, dass sie unter Abt Heinrich Rouffer (1496-1517) in Silber gefasst wurden, allein in welcher Form, ist nicht überliefert: "Duo capita sanctorum fratrum Iohannis videlicet et Pauli deargentata sunt."....

 

...den kompletten Artikel finden Sie im Heft 2/2014, das Sie hier bestellen können.