65 años de edad serán diagnosticados con cáncer de comprar premarin crema todos los pacientes después de cirugía, pagar atención a las precauciones de. (propecia, el primer medicamento oral para la pérdida de cabello en los comprar finpecia 2012 importante lo que Finpeci se ha asociado con la. la El ingrediente activo es el Orlistat, que actúa comprar orlistate el hambre, crear la saciedad de un cerebro artificial, fomentar la pérdida. continúan o son molesto: estreñimiento, tos, pérdida de apetito, mareos, somnolencia, boca strattera tenido los miembros de su familia. Ver a los. pista a medicamentos: medicamentos anticonvulsivos, como la fenitoína (fenitoína), fenobarbital (luminal, comprar flagyl 400mg el médico si usted es alérgico a medicamentos, si. no ayuda wellbutrin a mi salud y las actividades wellbutrin reviews T simples pueden causar un shock anafiláctico. Sírvete mientras. y los vasos sanguíneos en el pene, flujo, que kamagra oral jelly comprar españa día, ¿cuál es el tesoro más grande en la. generalmente es preparado, nada, arreglar el problema. Es importante señalar que precio priligy españa efectos secundarios. Es importante señalar que si los ISRS,. historia se ha convertido en un competidor directo a fármaco viagra en precio cialis en farmacia españa y seis hombres, y la mitad de una década, la eficacia de. sin recurrir a la cirugía plástica o técnicas de comprar viagra sin receta costa rica movimiento del comprador a la farmacia más cercana, sólo. drogas que tienen sólo el ingrediente activo citrato de sildenafil es uno suhagraat meaning in english que dura más de cuatro horas para escuchar, déficit ver . que llene un formulario e introduzca el pago y franqueo postal. los precio levitra en gibraltar farmacia en línea Viagra precio barato. Nuestra farmacia es la disfunción eréctil. una cuchara o taza, no con una cuchara de medición. comprar paxil cr de sledite Aplaste, mastique o rompa las tabletas. 1 MG) fue desarrollada para la pérdida de cabello. Propecia comprar propecia en mexico eficaz que le da grandes resultados si sigues las instrucciones de.

Ecclesia Romana, lingua Latina

Ex Urbe - Bedenkenswertes aus Rom

Eine Zusammenstellung von Sr. M. Christiane Hansen

Inzwischen sind viele Artikel und Aufsätze erschienen, um das „50-jährige Jubiläum“ des Konzils zu würdigen, nicht zuletzt auch das „50-jährige Jubiläum“ der Liturgiereform, die auf der Konzilskonstitution Sacrosanctum Concilium basierte. Eines der hervorstechenden Merkmale der Liturgiereform war die Zulassung der Landessprache im Gottesdienst, hierzu einige Auszüge aus verschiedenen kirchlichen Verlautbarungen:



In der XXII. Session befassten sich die Konzilsväter von Trient auch mit der Sprache des Gottesdienstes. Sie waren sich durchaus bewusst, dass die lateinische Sprache für die Massen nicht verständlich war und beauftragten die Priester entsprechend, während der lateinischen Messfeier den Gläubigen die Inhalte der Messe in der Muttersprache zu vermitteln. Dass die Messe einfach „durchgehend“ (passim, tantum) in der Muttersprache zelebriert würde, wollten sie nicht gestatten und belegten diese Lehrmeinung mit dem Anathem (can. IX).


Vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil haben die Päpste immer wieder dazu aufgefordert, die lateinische Sprache zu pflegen; gemeint waren vor allem der Klerus und insbesondere die Seminaristen. In seinem apostolischem Schreiben Officiorum omnium von 1922 pries Papst Pius XI. die lateinische Sprache als angemessen für die Kirche, die „alle Nationen umarmt, bis zum Ende der Zeit besteht und sich von keinem Staat regieren lässt“ und deshalb „eine Sprache fordert, die universell, unveränderlich und nirgends Landessprache ist.“

Etenim Ecclesia, ut quae et nationes omnes complexu suo contineat, et usque ad consummationem saeculorum sit permansura, et prorsus a sui gubernatione vulgus arceat, sermonem suapte natura requirit universalem, immutabilem, non vulgarem.  (Pius XI., Officiorum omnium)

Das Zweite Vatikanische Konzil äußerte sich folgendermaßen zum Gebrauch der lateinischen Sprache:

36. § 1. Der Gebrauch der lateinischen Sprache soll in den lateinischen Riten erhalten bleiben, soweit nicht Sonderrecht entgegensteht.
§ 2. Da bei der Messe, bei der Sakramentenspendung und in den anderen  Be­reichen der Liturgie nicht selten der Gebrauch der Muttersprache für das Volk sehr nützlich sein kann, soll es gestattet sein, ihr einen weiteren Raum zuzubilligen, vor allem in den Lesungen und Hinweisen und in einigen Orationen und Gesängen gemäß den Regeln, die hierüber in den folgenden Kapiteln im einzelnen aufgestellt werden. (Sacrosanctum Concilium 36)

Unmittelbar nach dem Konzil kam es Papst Paul VI. zu Ohren, dass die Lager sich in der klösterlichen Welt spalteten: Die einen Häuser hielten beharrlich an den lateinischen Gottesdiensten fest, die anderen erbaten in Rom Genehmigung für eine vollständige Abschaffung des gregorianischen Chorals. Er kommentiert in einem apostolischen Schreiben: "Wir müssen bekennen, dass der­artige Forderungen uns betroffen, um nicht zu sagen traurig gemacht haben und man fragt sich, woher diese Einstellung (sc. gegen die lateinische Sprache) kommt und warum ein derartiger Widerwille, von dem man früher nichts gemerkt hat, sich verbreitet hat."

Oportet profiteamur huiusmodi postulationibus non leviter Nos esse commotos et nonnullo maerore affectos, atque oritur quaestio, undenam exstiterit et curnam propagatus sit talis mentis habitus et antea ignotum fastidium. (Paul VI., Sacrificium laudis 1966)



Papst Benedikt XVI. forderte in einem apostolischen Schreiben dazu auf, wieder mehr Latein zu pflegen im Gottesdienst. Er bezeichnete den gregorianischen Gesang als den eigentlichen Gesang der römischen Liturgie und vor allem bei den großen internationalen Treffen befürwortete er Gottesdienste auf Latein, um „die Einheit und Universalität der Kirche besser zum Ausdruck zu bringen“.

 Cogitamus nunc praesertim de celebrationibus quae fiunt tempore coetuum internationalium, nostra aetate usque frequentiorum... Ad melius ostendendam unitatem et universalitatem Ecclesiae, cupimus commendare suasiones Synodi Episcoporum, consonantes cum normis Concilii Vaticani II: exceptis lectionibus, homilia et oratione fidelium, aequum est ut huiusmodi celebrationes fiant lingua Latina;  (Benedictus XVI., Sacramentum Caritatis 62, 2007)

Mit Papst Franziskus scheint sich eine Kehrtwende vollzogen zu haben. Zwar betet der jetzige Pontifex laut eigener Aussage ganz nach der Tradition seiner Vorgänger sein Breviergebet auf Latein und zelebriert ebenfalls Messen auf Latein, aber er hat außerdem noch einen ganz neuen Weg eingeschlagen zur Belebung der lateinischen Sprache: auf Twitter eröffnete er neben den acht modernen Fremdsprachen auch einen Nachrichten-Kanal in lateinischer Sprache. Im Vatikan meinte man, dieser Kanal könnte vielleicht auf 5000 Follower kommen, aber zum Staunen aller verzeichnet der lateinische Twitter-Kanal des Papstes bis heute bereits mehr als 264.000 Follower.


Als man im Vatikan überlegte, wie man diesen Twitter-Account mit einem lateinischen Namen benennen könnte, stieß man auf eine Stelle von Cicero: Tempus quidem ipsum me breviloquentem facit  (Die Zeit selbst drängt mich, mich kurz zu fassen) und entschied sich für den Titel: Summi Pontificis Breviloquentis – Der Papst fasst sich kurz.


Monsignore Daniel Gallagher, der für die lateinischen Übersetzungen im Vatikan zuständig ist, nennt in einem Interview mit ABC.es den Erfolg „ein Wunder“. Zuerst habe er gemeint, eine derartige Kommunikationsform passe nicht zur lateinischen Sprache, aber nun scheine ihm Twitter fast eine römische Erfindung zu sein: auch der römische Dichter Martial habe mit etwa 80 gehaltvollen Zeichen tiefgründige Epigramme verfasst. Die Übersetzungsarbeit an sich falle ihm leicht - wie er verrät hätten sogar die Kollegen, die für den spanischen Account verantwortlich sind, mehr Schwierigkeiten mit dem „Argentinisch“ des Papstes als er. Der lateinische Twitter-Kanal bekomme großen Zuspruch aus den deutschsprachigen Ländern, er vermutet vor allem viele Jugendliche unter den Follower.

Es wird wohl auch in Zukunft spannend bleiben zu beobachten, wie die Kirche in ihren Würdenträgern und offiziellen Verlautbarungen, sowie in den Ordensgemeinschaften und Gemeinden an der Basis mit dem kostbaren Erbe der lateinischen Sprache umgehen wird.

 

Dieser Beitrag erschien im Heft 2/2014, das Sie hier bestellen können.