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Abaelards kritisches Denken im Kontext der geistesgeschichtlichen Umbrüche des 12. Jahrhunderts (1)

Ein Artikel von Alexander Orthen

Fides quaerit intellectum. Auf diese – von Anselm von Canterbury entlehnte - Formel ließe sich das Lebenswerk des Petrus Abaelardus (1079-1142) bringen, verdichtet sich in ihr doch die Herausforderung, vor die sowohl die Theologie als auch das mittelalterliche Geistesleben des 12. Jahrhunderts insgesamt gestellt waren. Abaelard galt seit jeher als Illustrator des mittelalterlichen Wissenschaftsdenkens und die Neuartigkeit seiner Methoden - insbesondere auf dem Gebiet der Dialektik - stellte die Vertreter der traditionellen christlichen Lehre vor ernsthafte Probleme. So war es denn nicht verwunderlich, dass eben jene Traditionalisten Abaelards Lehre mit heftiger Kritik begegneten.

Allen voran ist hier Bernhard von Clairvaux (1090-1153) zu nennen, der berühmte Zisterzienserabt, dessen Bemühungen im Kampf um die Erhaltung der einen christlichen Wahrheit in der Verurteilung Abaelards als Häretiker auf dem Konzil von Sens (1141) mündeten.
Doch inwiefern konnten Abaelards Lehre und sein kritisches Denken als unliebsame Neuerungen angesehen werden, und warum war er ungleich stärker als andere zeitgenössische magistri der kirchlichen Kritik ausgesetzt? Diesen Fragen kann man sich mit einem Blick auf die geistes- und bil­dungs­ge­schicht­lichen Rahmenbedingungen im Frankreich des 12. Jahrhunderts nähern. Abaelards philosophisches und theologisches Schaffen fällt in eine Zeit des Umbruchs, der sich auch auf wissenschaftlicher Ebene in der Frage nach der Legitimation etablierter Vorstellungen widerspiegelte. Eben jene Umbruchs­stimmung soll in einem ersten Abschnitt skizziert und vor allem sollen die Veränderungen im Umgang mit bisher unhinterfragten (theologischen) Inhalten herausgestellt werden. An diese Darstellung der Herausbildung der (früh-) scholastischen Philosophie bzw. Theologie schließt sich eine knappe Beschreibung seines Lebenswegs an, welche sich besonders auf die wichtigsten Stationen seiner wissenschaftlichen Karriere konzentriert, denn schon Abaelards Verhältnis zu seinen verschiedenen Lehrmeistern und seine Position im sog. „Universalienstreit“ lassen einen Einblick in dessen Wissenschaftsverständnis zu und demonstrieren seinen besonderen Ehrgeiz in philosophischen wie theologischen Fragen .
Ein weiterer Abschnitt wird sich der dialektischen Vorgehensweise Abaelards widmen, welche lange Zeit als wegweisend für die Entwicklung der scholastischen Methode - wie sie uns in ihrer höchsten Form etwa bei Thomas von Aquin begegnet - angesehen wurde.3 Hierzu soll zunächst der Prolog zu Abaelards Werk Sic et Non betrachtet werden, der dessen systematische Suche nach Wahrheit illustriert und durch die Anwendung sprachlogischer Verfahren eine deutliche Neuerung in der wissenschaftlichen Beschäftigung mit der christlichen Tradition darstellt.
Die Entwicklung der Scholastik führte zu einem tiefgreifenden Wandel auf wissenschaftlicher Ebene, der sich besonders in der Trennung von Philosophie und Theologie manifestierte. Diese bedeutete jedoch nicht nur inner-theologische Probleme, sondern wirkte sich auch auf den Zulauf aus, den aufstrebende Intellektuelle im Rahmen ihrer vielfältigen Lehrtätigkeit verzeichneten, was wiederum Widerstände seitens der Vertreter der traditionellen Lehre weckte. Die neuen Lehren wurden als gotteslästernd gebrandmarkt und deren Träger als Ketzer diffamiert. Durch das Mittel der Häretikerprozesse wurde kirchlicherseits versucht, Neuerer auszuschalten und die vermeintliche Reinheit der christlichen, auf den kirchenväterlichen Autoritäten basierenden, Lehre zu erhalten. Es scheint daher angebracht, den Begriff der Häresie in einem weiteren Teil dieses Aufsatzes zu klären, um anschließend den Konflikt zwischen Abaelard und Bernhard von Clairvaux zu schildern, welcher die Auseinandersetzung zwischen alter und neuer Ordnung, zwischen ratio und auctoritas bzw. Scholastik und Mönchstheologie, eindrucksvoll abbildet...

...den kompletten Artikel finden Sie im Heft 2/2014, das Sie hier bestellen können.